Berlin – Veilchen- und Hyazinthenstraße

In der Veilchenstraße 4, 5 und der Hyazinthenstraße 2 in Berlin-Lichterfelde haben wir gemeinsam mit der Alexandra Stiftung / Hilfswerk-Siedlung GmbH zwei Mehrfamilienhäuser aus dem Jahr 1954 seriell saniert. Vorgefertigte Fassadenelemente, eine neue Gebäudehülle und eine Photovoltaikanlage sollen den Endenergiebedarf um über 70 % senken – bei spürbar mehr Wohnkomfort für die 21 Haushalte.

in Ausführung
Gebäudeklasse
4
Vollgeschosse
3
Wohneinheiten
21
Wohnfläche
1043 m²
Baujahr
1954
Bauherr
Alexandra Stiftung / Hilfswerk-Siedlung GmbH

Über das Projekt

Die Herausforderung:
Zwei Mehrfamilienhäuser mit 21 Wohneinheiten auf 1.043 m², Baujahr 1954 – mit allen typischen Merkmalen ihrer Entstehungszeit: hohe Energieverluste über die ungedämmte Hülle, eine in die Jahre gekommene Bausubstanz und steigende Nebenkosten. Ein Szenario, das für ganze Quartiere dieser Ära steht. Gefragt war deshalb mehr als eine reine Effizienzmaßnahme: Neben der Energiebilanz sollten auch Wohnkomfort und Zukunftsfähigkeit der Gebäude nachhaltig gesichert werden – im bewohnten Zustand, mit möglichst wenig Belastung für die Mieter:innen.

Der Weg:
Kern der Sanierung war eine neue, hochgedämmte Gebäudehülle aus rund 34 cm starken, vorgefertigten Holzrahmen-Elementen. Mineralfaser-Dämmung, neue Fenster und dezentrale Lüftung waren bereits ab Werk integriert, bekleidet sind die Elemente mit langlebigem Faserzement in heller Holzoptik. Das Flachdach erhielt einen neuen Warmdach-Aufbau samt Dämmung der obersten Geschossdecke sowie eine PV-Anlage als Volleinspeiseanlage; neue Dachausstiege sichern den Zugang zur Anlagentechnik. Im Keller schafft eine Kellerdecken- inklusive Flankendämmung die thermische Trennung der Geschosse, ergänzt um Brandschutzmaßnahmen wie den Einbau von T30-Türen. Die bestehenden Balkonanlagen wichen aufgeständerten Aluminium-Fertigbalkonen mit großzügigen Maßen von 3,5 × 1,5 m und 2,5 × 3,5 m. Die Wärme kommt weiterhin aus dem bestehenden Fernwärmenetz – optimiert durch einen hydraulischen Abgleich inklusive Austausch der Heizkörperventile.

Das Ergebnis:
Mit der Sanierung erreichen die Gebäude den KfW-Effizienzhaus-55-Standard und verbessern sich von Energieeffizienzklasse F auf A. Der Endenergiebedarf sinkt nach Prognose von 158 auf 46 kWh/m²a – ein Minus von 71 %. Emissionsreduzierung und PV-Gutschrift senken die CO₂-Bilanz rechnerisch von 23,1 auf 1,3 t CO₂eq pro Jahr, eine Ersparnis von 21,8 t jährlich. Weil rund 80 % der Wertschöpfung in die Fabrik verlagert wurden, verlief die Umsetzung schnell, wirtschaftlich und mit minimalen Beeinträchtigungen für die Bewohner:innen. Entstanden ist ein modernes, nahezu klimaneutral betriebenes Wohnumfeld mit echtem Mehrwert für Mieter:innen, Eigentümerin und Umwelt.

F ➔ A

Energieeffizienzklasse

Verbesserung der Effizienzhaus Stufe zum KfW Effizienzhaus 55

21,8 t

CO2-Emissionen Ersparnis

Emissionsreduzierung und PV-Gutschrift senken die CO2-Bilanz von 23,1 t auf 1,3 t CO2eq/a.

- 71 %

Endenergiebedarf

Verbesserung des Endenergiebedarfs von 158 kWh/m²a auf 46 kWh/m²a

Projekt Status NachherProjekt Status Vorher

Maßnahmen im Überblick

Fassaden

Dach

Fenster

Balkone

Keller

Heizung

Hauseingänge

Energieversorgung

Leitungen

Galerie

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Serielle Sanierung wirtschaftlich denken – wir zeigen Ihnen, wie.